Peterhof

Heute sind wir früh aufgestanden. Wir wollten ja was sehen von dieser unheimlich interessanten und tollen Stadt. Doch nicht nur in St. Petersburg selbst gibt es eine Menge zu entdecken. Nein, Zar Peter der Große hat sich in einem nach ihm benannten Ort eine klitzekleine Sommerresidenz erbauen lassen mit klitzekleinem Garten und unauffälligen Springbrunnen. Man muss es ja auch nicht immer übertreiben…Schaut euch einfach die Bilder an!

 

Doch bevor wir nach Peterhof gekommen sind, haben wir zuvor einen kurzen Abstecher mit einer Marshrutka (kleinen Bus) nach Oranienbaum, dem heutigen Lomonosov, gemacht! Alexander Menshikov, die rechte Hand von Peter, baute hier seinen eigenen Palast. Auch sehr sehenswert, aber im Vergleich zum Palast von Peter dem Großen, lächerlich! Aber Oranienbaum hat es geschafft, 300 Jahre sind rum und aus diesem Grund dachten sich einige Investoren, wir renovieren endlich einmal diesen Palast. Das ist eine gute Entscheidung! Aber auch die Russen sind nicht dumm und wollen Geld sparen. Vor diesem großen Palast existieren Steinmauer, worin eine Treppe den Weg zum Palast zeichnet! Nun ist im Laufe der Zeit die Qualität der Steinmauer gesunken und so kamen wir zu dem Vergnügen, folgende Feststellung zu machen: Die Steine, wertvolles Baumaterial, wurden nur an den Stellen verwendet, an denen Besucher die Mauern berühren. An allen anderen Stellen befinden sich einfache Wände die mit geschicktem Anstrich die Steinmauern nachahmen. Erst wird eine weiße Grundschicht aufgetragen, dann die gewünschte Farbe des Steines und am Ende wir der Stein mit Flecken besetzt, damit es echt aussieht. In der Tat, von weiter weg, sieht alles echt aus, jedoch beim näheren hin sehen, erkennt man den Unterschied. Den Repräsentanten zur 300 Jahr Feier bleibt dieser nahe Anblick hoffentlich verwehrt!

 

Nun zu Peterhof! Unglaublich! Man muss aber sagen, dass der Palast sowie die Anlage, nach dem 2.Weltkrieg vollständig renoviert worden sind, also handelt es sich nicht um die ursprüngliche Variante. Trotzdem hat dieser Palast unsere Vorstellungen eines Palastes weit übertroffen! Mit 140 Springbrunnen von imposanter Art und Weise sowie Gebäuden, die einem Zar würdig sind, ist dies ein absolutes Highlight bei einem Besuch in St. Petersburg. Das Wetter hatte leider nichts sommerliches, wie es bei der Sommerresidenz zu vermuten gewesen wäre. Somit kam die volle Pracht für uns an diesem Tag nicht zum Vorschein. Das „Russische Versailles“ ist in Tobis Augen trotzdem weitaus imposanter als das echte Versailles in Paris. 

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