Zwei Flaschen später

Es muss nicht immer Tarzan sein, uns reicht auch Jane! Zwei deutsche Touris, allein auf großer weiter Flur in St. Petersburg, beim erneuten Versuch, Zug-Tickets zu kaufen.

Ihr könnt Euch jetzt bestimmt schon vorstellen, was kommt, vor allem, nachdem ihr unsere Geschichte über Kaliningrad gelesen habt.

Aber zunächst von Anfang an. Nachdem sich Caro ja den Tag zuvor nur im Bett getummelt hat, konnten wir uns ins Abenteuer stürzen. Nicht zu viel, aber immerhin. Aber zuerst mussten wir endlich unsere Zugtickets von Irkutsk nach Ulaan-Bator besorgen. Das hatte ja in Kaliningrad leider nicht so geklappt. Also, raus aus dem Haus und da haben wir auch schon Jane kennengelernt. Eine außergewöhnlich liebenswerte und hilfsbereite Russin. Sie kam uns aus einem Buchladen nachgelaufen, um uns ihre Hilfe anzubieten. Und schon waren wir zu dritt unterwegs. Sehr gut! Zuerst wollten wir noch ein bestimmtes Buch erwerben, aber trotz Janes Hilfe konnten wir das nicht finden. Dann waren die Zugtickets dran. Am Hauptbahnhof angekommen, waren wir total erleichtert, dass es nur kurze Warteschlangen gab. So waren wir schnell dran, um zu erfahren, dass wir zu einem ganz anderen Bahnhof müssen, weil wir nur an diesem einen speziellen Bahnhof diese Tickets kaufen können. Das Spezielle an unseren “Billetti“ ist, dass wir aus Russland in ein anderes Land reisen wollen und dafür gibt es eben nur diesen einen bestimmten Schalter in diesem einen bestimmten Bahnhof in St.Petersburg. Willkommen in Russland!

 

Also, weiter ging´s. Erst einmal zur Metro, dann umsteigen, dann auf dem Weg zum richtigen Schalter. Mit Jane ging das alles, Gott sei Dank, recht einfach. Das einzige Problem war, dass Caro noch nicht so fit war. Die richtige Kasse war gut versteckt. Zweimal nach rechts, einmal nach links, zwei Stufen runter und wieder nach links, eine Etage höher, nochmal nach rechts um die Ecke und „Taraaa“ wir waren da. Jetzt mussten wir doch wieder anstehen. Nach ca. 1,5 Std. waren wir dran. Und an dieser Stelle möchten wir betonen, dass wir ohne Jane kein Ticket bekommen hätten! Das muss man hier an dieser Stelle nochmal festhalten. Aber noch hatten wir kein Ticket. Wir mussten ja erst einmal bezahlen. Kein Problem, wir waren ja am richtigen Schalter, der Visa-Karten akzeptiert (Ganz Wichtig! Immer beachten!). Aber, nach drei Versuchen gab uns die Kassiererin die Karte wieder zurück. Die Karte hatte nicht funktioniert. Kein Problem, Caro hat ja auch eine. Also, endlich zahlen. Aber leider ging der Zahlungsvorgang mit dieser auch nicht. Daraufhin ging Tobi zum Geldautomaten, um danach Cash zu zahlen. Aber auch das ging nicht. Bei Caro das Gleiche. Also, Jane sicherte unsere Tickets, so dass wir gemeinsam einen Automaten finden konnten, der Tobis EC-Karte akzeptiert. Nach ganzen 5 Stunden hatten wir schlussendlich unsere Tickets! Und dann noch genau die Plätze in dem Zug, die wir schon in Kaliningrad buchen wollten.

Und der Papierkorb am Bahnhof ist jetzt um zwei große leere Wasserflaschen reicher!

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