Riga? - Aber wir wollten doch nach Tallinn!

So kann es enden, wenn man nicht weiß wie reiselustig die Kaliningrader sein können. Um uns eine Auszeit im Bahnhof des Schreckens zu gönnen, sind wir ohne Umwege zum Busbahnhof stolziert um uns ein Ticket nach Tallinn zu beschaffen. Unser freudestrahlendes Gegenüber meinte dann nur das alle Tickets bis zum 25.08. ausverkauft sind. Mist, was nun, also haben wir uns überlegt einen Abstecher nach Riga zu machen und von da aus nach Tallinn zu trampen. Gesagt getan und das Ticket war für den darauffolgenden Tag reserviert.

An dieser Stelle sei euch gesagt, das uns der Kauf dieses luxuriösen Tickets nicht leicht gefallen ist, denn unsere Glücksträhne des Trampens wollten wir unbedingt weiterführen. Jedoch weiß man nie wie schnell so eine Fahrt dauert und um mehr Zeit für Russland zu haben, müssen wir dafür schneller vorankommen. Im Übrigen ist ja Russland das größte Land der Welt. Deutschland passt 50 Mal hinein. Also die Distanzen sind unglaublich groß, aber darüber werden wir euch in der weiteren Reise mehr erzählen.

Nach neun Stunden Busfahrt kamen wir abends um kurz vor sieben Uhr in Riga an. Die Grenzkontrolle hatte wieder einmal zwei Stunden Zeit geschluckt. Der Grenzhund hatte diesmal zum Glück ein bisschen schneller geschnuppert, somit hatten wir eine halbe Stunde mehr Zeit für die Fahrt nach Riga. Danke Drugdog!

Riga ist unheimlich schön und alle die noch unschlüssig sind was sie in den Herbstferien machen wollen, denen sei diese Stadt ans Herz gelegt! Man merkt, dass es sich hierbei um eine alte Hansestadt handelt, deren prächtige Häuser aus mehreren Zeitepochen stammen. Die Gebäude blieben beim zweiten Weltkrieg größtenteils erhalten, nicht wie in Kaliningrad. Das Flair, die Verschmelzung der vielen verschiedenen Besucher und die vielen gemütlichen kleinen Gassen eroberten unsere Herzen im Sturm. Hier kann man es sich gut gehen lassen!

Wir hatten zwei Betten im Riga Old City Town Hostel. Das Besondere daran war die „Geheimtür“ zu den Zimmern. Vom Pub aus, dem Eingang ins Hostel, gab es die richtige Zugangstür zu den einzelnen Zimmern, die als Bücherregal getarnt war und nur per Fußschalter vom Personal geöffnet werden konnte.

 

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